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Definition der Angst:

Angst ist ein als unangenehm empfundener, emotionaler Zustand mit dem zentralen Motiv der Vermeidung oder Abwehr einer Gefahr für ein Individuum.

 

Allgemeines:

Angst signalisiert urgeschichtlich Gefahr und dient dem Überleben durch bestimmte Angstreaktionen wie Flucht oder Angriff. Die Angst bereitet den Organismus auf die Angstreaktionen vor. Zum Beispiel kommt es zu gesteigerter Aufmerksamkeit ( Unruhe), Erhöhung des Herzminutenvolumens ( Herzrasen / Herzklopfen), Schwitzen (Hände / Füße = besserer Kontakt), Weitung der Pupillen (besseres Sehvermögen) usw.. Diese Symptome Verbessern im Ernstfall die Überlebenschancen des Individuums durch bessere Flucht- oder Angriffsmöglichkeiten.

Unterschiedliche Angsterkrankungen

 

Generalisierte Angststörung:

Die Angst tritt ohne direkten Bezug zur Situation, zur Umgebung oder zu Personen oder Gegenständen auf. Die Angst ist diffus und nicht gerichtet.

 

Phobische Angststörung:

Bei dieser Angst steht die Angstreaktion in einem unangemessenem Verhältnis zum Angstauslöser. 60 Kg schwere Menschen rennen z. B. schreiend und herzrasend vor einer kleinen 2 g schweren Spinne weg. Diese Angst ist auf eine Situation, eine Umbebung oder Personen oder Gegenstände - bewußt oder unbewußt - gerichtet und nicht diffus. Beispiele sind Klaustrophobie, Agoraphobie, Soziophobie, Arachnophobie und viele mehr. Phobien sind in der Regel mit der Einsicht in die eigentliche Grundlosigkeit der Angstreaktion verbunden.

 

Panikstörung:

Die Angst tritt mit den typischen Angstreaktionen plötzlich und anfallsartig, nahezu überwältigend für die Betroffenen aus dem Nichts auf, einhergehend mit dem Gefühl des Kontrollverlustes für den eigenen Körper. Der Organismus wird schlagartig in einen Funktionszustand versetzt, in dem er bestmöglich einen Angriff oder eine Flucht bewältigen kann.